Die digitale Wand

Unser Lieblings-Mittagslokal ist das Lilly Jo an der Pfingstweidstrasse. Hier gehen wir fast täglich zur Stärkung hin. Es funktioniert im Grunde genommen wie viele andere Schnell-Restaurants. Es gibt eine Bestell- und Abhol-Theke mit uniformiertem Personal, man bekommt sein Essen auf einem Tablett, setzt sich damit an einen Tisch und bringt es vor dem Verlassen des Lokals zur Abräumstation. All das findet man auch bei McDonalds – aber nicht auf diesem Niveau: Jeden Tag gibt es zwei einfallsreiche Menüs mit hochwertigen, gesunden Zutaten, serviert in Keramik-Geschirr. Das moderne Interieur mit hübschen Möbeln und hellen Farben verbreitet eine gemütliche Atmosphäre. Das Theken-Personal geht auf individuelle Wünsche ein, erklärt einem freundlich das aktuelle Tages-Menu. Obwohl zügig gearbeitet wird, wird man als Gast nicht unter Zeitdruck gesetzt. Der Leiter des Lokals kennt die Stammgäste mit Namen, erkundigt sich danach, wie es bei der Arbeit läuft, spendiert auch einmal einen Espresso oder ein Glacé. Ein Schnell-Restaurant mit echter Gastgeber-Kultur, in dem man sich wohlfühlt.
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Inszenierung (fast) auf den Punkt

Ein Unternehmen errichtet inmitten der Schweizer Bergwelt am Lunghinsee über Maloja eine temporäre Berghütte. Was auf den ersten Blick nach «Auffallen um jeden Preis» daherkommt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als passende Marketingmassnahme mit Raffinesse und Mehrwert fürs Publikum. Die Schweizer Laufsportfirma On hat diese verrückte Idee realisiert und für ein halbes Jahr eine Monta Rosa-Hütte im Taschenformat realisiert. Ihre Berghütte im Engadin ist kaum grösser als eine Garage. Sie bietet Innen eine Kombination von moderner alpiner Ästhetik und Funktion ohne jeden Luxus. Aussen ist die Berghütte von einer glänzenden Metallfassade umgeben, die die Umgebung spiegelt und sie gleichzeitig einem riesigen Kristall gleich auffällig in die Landschaft stellt.
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Hyperloop-Wettbewerb von Elon Musk: Zwei Schweizer Teams in den Top 3

Hochgeschwindigkeitsreisen sollen in der Zukunft vermehrt von der Luft auf die Schiene verlagert werden, genauer gesagt auf Schienen in vakuumierten Stahlröhren – das zumindest ist eine der Ideen, die der südafrikanische Technik-Visionär und Unternehmer Elon Musk derzeit unter Hochdruck verfolgt. Um die dazu notwendigen Innovationsaktivitäten anzukurbeln, veranstaltet sein Unternehmen, SpaceX, seit 2017 einen Geschwindigkeitswettbewerb für Studenten-Teams aus der ganzen Welt. In der diesjährigen Endausscheidung ist es zwei Teams aus der Schweiz gelungen, sich in den ersten drei Rängen zu platzieren. Beiden Teams möchten wir herzlich gratulieren. Sie haben einem breiten Publikum auf greifbare Weise vermittelt, dass die an den Schweizer Hoch- und Fachhochschulen ausgebildeten Fachkräfte auf Weltklasse-Niveau mithalten können.

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Was NASA zu einer Marken-Ikone macht

Die Astronauten von Apollo 11 beim ersten Debriefing (immer noch unter Quarantäne)

Der Mann in der Warteschlange der Cafeteria sticht überhaupt nicht aus der Menge. Jung, kurze Haare, Brille. Erst als er sich kurz umdreht, ist zu sehen, dass er ein NASA-T-Shirt trägt. Die Wahrscheinlichkeit, dass er für die NASA arbeitet, ist praktisch null. Wenige NASA-Mitarbeiter verirren sich in die Schweiz. Nein, hier bekennt sich ein Schweizer dazu, Fan einer Marke zu sein, die dem amerikanischen Staat gehört.

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The Extra Mile

Wer am Züri Fäscht am letzten Wochenende nach 1 Uhr nachts den ÖV benützen wollte, musste einen Nachtzuschlag bezahlten. Mittels eines SMS bot der ZVV eine einfache und heutzutage jedermann zugängliche Lösung an. An allen Haltestellen waren unübersehbare Hinweisschilder platziert. Doch der ZVV meinte es noch besser mit seinen Kunden. Er liess Patrouillen zirkulieren, die mit übergrossen Schildern ausgerüstet waren und die Einstiegswilligen zusätzlich auf die Notwendigkeit des Zuschlags hinwiesen.

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