Swissness-Tester© Studie – Swiss Brand Experts®
Publikation

Swissness-Tester© — Kompromisse bei Leistung und Qualität bedrohen Schweizer Unternehmen

Die Herkunft Schweiz hat immer noch Zugkraft. Aber Schweizer Unternehmen sehen sich immer weniger als Erbringer von Spitzen-Leistungen — eine Rechnung, die langfristig nicht aufgeht.

170 bedeutende Schweizer Unternehmen aller Branchen haben 2016 am Swissness-Tester© teilgenommen. Nach 2008 ist es das zweite Mal, dass die Umfrage durchgeführt wurde. Die Resultate lassen aufhorchen: Statt auf Spitzenleistung zu setzen, versuchen immer mehr Unternehmen mit kommunikativen Massnahmen und Swissness-Etikette entsprechende Preise durchzusetzen.

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Ergebnisse in Zahlen

Die wichtigsten Kennzahlen aus der Studie

170
Unternehmen
Bedeutende Schweizer Unternehmen aller Branchen nahmen 2016 teil
83%
Erfolgsfaktor
Ein Drittel sieht Herkunft Schweiz als zentral, weitere 50% profitieren davon
45%
Vertrauen sinkt
Glauben, die Schweiz sei leistungsfähiger geworden — 2008 waren es noch 60%
15%
Verlagerung
Verlagerten Wertschöpfung ins Ausland — 2008 waren es nur 9%
Resultate

Was die Studie zeigt

Leistungsniveau und Kompetenz 2008 vs 2016

Gutes Leistungsniveau — aber immer mehr Kompromisse

Mehr als ein Drittel zählt sich zur Spitze bezüglich Leistung und Kompetenz, über 80% sehen sich mindestens im vorderen Drittel. Doch der Anteil der Spitzenreiter sank von 52% (2008) auf 36% (2016).

Die Mitte wächst: Immer mehr Unternehmen positionieren sich im Mittelfeld statt an der Spitze — ein schleichender Substanzverlust.
Qualität und Verlässlichkeit 2008 vs 2016

Qualität und Verlässlichkeit: Kompromissbereitschaft steigt

Mehr als ein Drittel bezeichnet sich als kompromisslos und führend. Doch die Mehrheit geht Kompromisse ein — wenn Markt-, Zeit- oder Kostendruck fordern.

Der Anteil der Kompromisslosen sank von 48% (2008) auf 36% (2016). Die Bereitschaft zu Abstrichen nimmt zu.
Leistungsfähigkeit der Schweiz 2008 vs 2016

Vertrauen in die Schweizer Leistungsfähigkeit sinkt

Waren 2008 noch 60% überzeugt, dass die Schweiz leistungsfähiger geworden ist, sind es 2016 nur noch 45%. Gleichzeitig stieg der Anteil derer, die einen Rückgang sehen, von 14% auf 34%.

Eine deutliche Warnung: Der Vertrauensverlust in die Schweizer Wertschöpfung ist markant und gefährdet langfristig die Marke Schweiz.

Verlagerung bedroht die Substanz

18% haben Tätigkeiten in die Schweiz verlagert. Doch während 2008 nur 9% ausgelagert haben, sind es 2016 bereits 15%. Setzt sich dies fort, verlagern bald mehr Unternehmen ins Ausland als umgekehrt.

Swissness-Kommunikation ohne Substanz: Ein Drittel thematisiert Swissness konsequent, ein weiteres Drittel nur unsystematisch oder gar nicht — obwohl über 50% der Wertschöpfung in der Schweiz liegt.

Preis unter Druck — trotz Premium-Leistung

Nur 16% konnten ihre Preise gegenüber der Konkurrenz anheben. 2008 hatten viele einen zu tiefen Preis. Die Frankenaufwertung korrigierte dies — weil die meisten nicht senkten, nicht weil sie erhöhten.

Schweizer Unternehmen, die Spitzenleistungen anbieten, können dem Niveau entsprechende Preise auch nach der Frankenaufwertung durchsetzen.
Zentrale Erkenntnis

Kompromisse bei Leistung, Qualität und Verlässlichkeit bedrohen Schweizer Unternehmen

Immer mehr Unternehmen gehen Kompromisse ein. Der Beitrag zur Marke Schweiz nimmt ab — obwohl viele weiterhin davon profitieren.

Kommunikation an der Oberfläche kann das Vertrauen in die Marke Schweiz längerfristig nicht retten. Nur Substanz zählt.

Wer Spitzenleistungen anbietet, kann dem Niveau entsprechende Preise auch nach der Frankenaufwertung durchsetzen.

Swiss Brand Experts liest aus den Resultaten eine zunehmende Scherbewegung: Auf der einen Seite Unternehmen mit klarem Bekenntnis zum Standort Schweiz. Auf der anderen Seite solche, die den Ruf kommunikativ und preislich nutzen, die Wertschöpfung aber zunehmend ins Ausland verlagern.

Empfehlungen

Fünf Empfehlungen zum Umgang mit der Herkunft Schweiz

Gerade für einen mit höheren Kosten verbundenen Standort wie die Schweiz ist es existenziell, dass Unternehmen den geschaffenen Mehrwert im Markt zur Geltung bringen und auch preislich durchsetzen.

  1. Die Marke Schweiz ist eine der begehrtesten Absendermarken der Welt. Darauf zu setzen lohnt sich.
  2. Nur kompromisslose Qualität und Spitzenleistungen passen zur Herkunft Schweiz. Im umkämpften, globalen Markt erwarten Kunden diesen Level und messen Schweizer Unternehmen daran. Wer dieser Erwartung nicht gerecht wird, schadet nicht nur der Marke Schweiz, sondern auch seinem Unternehmen.
  3. Die Herkunft Schweiz verpflichtet — auch im rechtlichen Sinne. Nur wo Schweiz drin ist, darf auch Schweiz draufstehen.
  4. Das Preisniveau sollte dem relativen Leistungsniveau im Markt entsprechen. Das hohe Qualitätsniveau bedingt zumeist höhere Kosten — ein höherer Preis ist deshalb wirtschaftlich notwendig und gerechtfertigt.
  5. Es ist nicht die Herkunft Schweiz, welche einen höheren Preis rechtfertigt, sondern die bessere Leistung und der dafür notwendige Mehraufwand.
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