Die goldene Turmspitze von Sils

von Aaron Fuchs

Die goldende Turmspitze des Hotels Margna

Unsere Familie geht jedes Jahr im Januar ins Oberengadin in die Ferien. Bereits seit Jahrzenten sind wir Teil der treuen Kundschaft. Auch kleinste Änderungen fallen uns sofort auf. Wenn zum Beispiel in einem Café eine Servicekraft wechselt oder der Pisten-Bulli-Fahrer die Spur um ein paar Meter versetzt.

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Harrods Knightsbridge – wie der stationäre Handel Zukunft hat

von Aaron Fuchs und Michel Meliopoulos

Die Zürcher Bahnhofstrasse in der Vorweihnachtszeit

Die prachtvolle Weihnachtsbeleuchtung an der Zürcher Bahnhofstrasse sagt viel über die kommerzielle Bedeutung der Einkaufsmeile aus. An wenigen Orten auf der Welt ist der Flächenumsatz im stationären Handel grösser als hier. Doch die traditionellen Warenhäuser stehen unter Druck: Manor, die grösste Schweizer Warenhauskette, kündigte im September 2019 an, dass sie Ende Januar 2020 nach 35 Jahren Geschäftsbetrieb ihr Flaggschiff an der Bahnhofstrasse schliessen wird. Bereits im Sommer 2019 gab die grösste Schweizer Detailhändlerin, die Migros-Genossenschaft, bekannt, sich von Globus trennen zu wollen. Die offiziellen Gründe: Steigende Fixkosten, steigender Preisdruck und natürlich die wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel. Folgt man dem Grundkanon der Presse, dann ist das stationäre Warenhaus ein Auslaufmodell aus dem letzten Jahrtausend.

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AGB

von Thomas Harder

Auch AGBs können das Marken-Erlebnis der Kundschaft direkt beeinflussen

Es passierte in einem der ersten Treffen mit einem neuen Klienten von Swiss Brand Experts. Mein Gegenüber, CEO eines grösseren Schweizer Finanzdienstleisters, berichtete zu Beginn des Gesprächs, wie er gestern Abend noch lange über ihren AGBs gesessen sei. Es sei ihm Anliegen, dass ihre AGBs von den Kunden verstanden werden, dass sie kurz und fair seien.

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Finden Sie heraus, was Ihre Marke erfolgreich macht

von Christof Richard

Christof Richard bei einem persönlichen Interview

Vor kurzem habe ich eine spannende Situation erlebt: Der Marketing-Leiter präsentiert der Geschäftsleitung das Resultat aus einer gross angelegten Online-Umfrage. Der Auswertung zufolge hat man bei einer bestimmten Kundengruppe ein überraschend positives Image. Die Freude ist gross und schnell geht die Diskussion los, welche Ursachen dahinterstehen. Die Vermutungen reichen von der neuen Webseite, die vor kurzem eingeführt wurde, bis zum innovativen Produktportfolio, das nach langer Zeit endlich Früchte trägt.

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Uniform strahlt Klarheit aus – wie der gute Auftritt einer Marke

von Aaron Fuchs

Dijana Engelhard, Portierin bei uns im Technopark mit der alten Uniform

Jeden Morgen, wenn ich aus der kalten Luft durch die enge Drehtüre in den warmen Technopark trete, erwartet mich auf der anderen Seite eine Loge mit einem Portier. Die langjährig angestellten Portierinnen und Portiers der Wache AG empfangen die Gäste, helfen ihnen bei der Orientierung und bewachen das Gebäude über die eingebauten elektronischen Sicherheitssysteme. Wenn ein unvorsichtiger Raucher mit seinem Glimmstängel einen Feueralarm auslöst, sind es die gekonnten Handgriffe der Portierinnen und Portiers, die das wildgewordene Sicherheitssystem wieder beruhigen können.

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Korsische Kundschaftsbindung

von Aaron Fuchs

Der Corsica Ferries-Aufkleber an unserem Land Rover am Strand von Villata

Zunächst muss man wissen, dass wir das erste Mal mit unserem Land Rover auf Korsika sind. Sonst wäre die Verwirrung gar nicht erst entstanden.

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Vertrauensvorschuss vor Torschuss

von Christof Richard und Michel Meliopoulos

Michel testet einen (Kinder-)Unihockey-Schläger mit einem spektakulären Trickshot

Ballgeschwindigkeiten von 170 km/h sind in den oberen Unihockey-Ligen ebenso wenig eine Seltenheit wie im oberen Stockwerk des Weinfeldener Sportartikel-Geschäfts, das sich schon seit vielen Jahren auf die relativ junge Sportart spezialisiert. Das Ladensortiment ist auf ambitionierte Breitensportler ausgerichtet, aber auch Spitzensportlerinnen kommen auf ihre Kosten. Stolz erzählt der Inhaber uns, wie sich jüngst das gesamte chinesische Nationalteam auf dem Turnhallen-Boden getummelt hat, den er mitsamt Unihockey-Toren zwischen den Produktregalen installiert hat. Dank dem ungewöhnlichen Laden-Konzept kann die Kundschaft eine umfangreiche Auswahl an Schlägern, Schuhen und Goalie-Ausrüstungen unter realitätsnahen Bedingungen testen – daher die 170-km/h-Bälle.

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Eine Leica ist eine Leica ist eine…

von Aaron Fuchs

Meine digitale Leica M9 bevor sie Elektroschrott wurde

Wenn ich mit einer meiner Leica-Messucher-Fotokamera Fotos mache, sind mir Kommentare sicher. Es spielt keine Rolle, ob es das analoge Modell aus dem letzten Jahrtausend ist oder das neuste digitale Modell. Alle Zuschauer sind überzeugt, dass die Kamera uralt sein muss. Niemand fragt, ob er die geschossenen Bilder anschauen kann, weil alle davon ausgehen, dass sie zuerst noch entwickelt werden müssen. Grossartig.

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Kundschaftsbildung – im zweifachen Sinn

von Michel Meliopoulos

Sticht Kennerinnen und Kennern sofort ins Auge.

Von wem kann man am besten lernen, ein bestimmtes Produkt wertzuschätzen? Häufig von dessen treuen Kunden. Ein Arbeitskollege schwört auf eine bestimmte Zellophanfolien-Marke. Hält man ihm vor: «Also bitte, Folie ist Folie!», kann der Zellophan-Connaisseur dazu nur müde lächeln: «Ihr zufriedenen Narren, wenn ihr bloss wüsstet, was euch entgeht…» Auch er war einmal Zellophan-Banause, aber nichts wird ihn je wieder in diesen kümmerlichen Daseinszustand zurückversetzen. Er hat sich durch lange Rollen minderwertiger Ware durchgelitten, bis er eines Tages auf die erlösende Folie gestossen ist. Sein Blick auf Zellophan ist seitdem nicht mehr derselbe. Jetzt, wo er weiss, worauf er achten muss, kann er gar nicht mehr anders.

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Qualitative Marktforschung im Campingstuhl

von Aaron Fuchs

Unsere Belohnung nach erfolgreicher Recherche: Sonnenaufgang in Pietra

Wenn ich in die Ferien gehe, läuft es eigentlich immer gleich. Wir definieren unsere Zieldestination und denken uns, dass wir frei wie Cowboys die Gegend entdecken wollen. Das Cowboy-Feeling nimmt dann aber ein abruptes Ende, wenn wir nach langer Anreise aus dem Auto steigen. Plötzlich ist das dringlichste Bedürfnis nicht mehr die Freiheit, sondern eine bequeme Übernachtungsmöglichkeit. Am Horizont bahnt sich neben einem malerischen Sonnenuntergang meist auch bereits die erste Krise an.

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